Der Prozess vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) gegen den ehemaligen Präsidenten der Philippinen, Rodrigo Duterte, soll wie geplant am 30. November beginnen. Der 81-Jährige sei verhandlungsfähig, entschied das Gericht. Unabhängige medizinische Experten hatten den Gesundheitszustand Dutertes demnach untersucht.
Duterte werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Er ist wegen des mehrfachen Mordes und Mordversuchs im Kampf gegen die Drogenkriminalität auf den Philippinen angeklagt. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass dabei insgesamt 30.000 Menschen getötet wurden. Verdächtige sollen oft ohne Prozess regelrecht hingerichtet worden sein.
Der Ex-Präsident war im März 2025 auf Grundlage eines Haftbefehls des IStGH in Manila festgenommen und in die Niederlande ausgeflogen worden. Er weist alle Anschuldigungen zurück.
Duterte erscheint mehrmals nicht zu Anhörungen
Bei mehreren Anhörungen war Duterte nicht vor Gericht erschienen, nach Angaben seiner Anwälte war er »zu krank« dafür. Im September erschien er erstmals vor den Richtern bei einer Anhörung.
Nach den Regeln des IStGH können Verfahren nicht fortgesetzt werden, wenn ein Angeklagter die Anklage nicht versteht oder nicht in der Lage ist, sich substanziell an seiner Verteidigung zu beteiligen.
