Die erste Tarifrunde für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt ist ohne Annäherung zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber wiesen die Forderung der IG Metall nach fünf Prozent mehr Geld für Beschäftigte und Auszubildende als zu hoch zurück.

Die Gewerkschaft fordert die Erhöhung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem soll das Tarifergebnis eine soziale Komponente für untere Entgeltgruppen enthalten. Die IG Metall verweist auf dauerhaft hohe Lebenshaltungskosten und die wirtschaftlich unterschiedliche Lage in den Betrieben. Außerdem will sie über die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten sprechen.

Der Arbeitgeberverband sieht die Branche dagegen in einer schweren Strukturkrise. Seit 2019 seien in Sachsen-Anhalt mehr als 10.000 Arbeitsplätze verlorengegangen, teilte der Verband der Metall- und Elektroindustrie mit. Eine hohe Tariferhöhung würde den Kostendruck erhöhen und könnte den Personalabbau weiter verschärfen.

Die Entgelttarifverträge laufen Ende Oktober aus. Ab dem 1. November sind Warnstreiks möglich.

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