Rund acht Monate nach dem Brand eines Kälteschutzzeltes für Obdachlose hat die Staatsanwaltschaft ihr Ermittlungsverfahren gegen einen Mann wegen des Verdachts des versuchten Mordes eingestellt. Es bestehe kein hinreichender Tatverdacht, teilte die Behörde in Kaiserslautern mit.
Der 51-Jährige hatte demnach die Tat bestritten und angegeben, es habe bei seinem Eintreffen auf dem Gelände bereits gebrannt. Ein Brandexperte konnte nicht feststellen, wie das Feuer gelegt worden war, Spuren von Brandbeschleunigern wurden nicht gefunden. Auch weitere Ermittlungen wie die Auswertung der Kleidung des Mannes und Zeugenvernehmungen begründeten keinen ausreichenden Tatverdacht, so die Ermittler.
Schlafloser rettet
In dem Kälteschutzzelt auf einem Gelände der katholischen Kirche in Kaiserslautern hatten sich zur Tatzeit im vergangenen Februar sechs wohnungslose Menschen zum Schlafen gelegt. Einer von ihnen war noch nicht eingeschlafen, bemerkte den Rauch und weckte die fünf weiteren Menschen.
Nach einer Anhörung der sechs Obdachlosen noch in der Tatnacht ergab sich laut Staatsanwaltschaft ein Anfangsverdacht gegen den heute 51-Jährigen. Dieser hat ebenfalls keinen festen Wohnsitz und hielt sich den Angaben zufolge häufig im Bereich der Kälteschutzzelte auf. Er wurde noch vor Ort festgenommen, jedoch bald wieder freigelassen. Denn ein Haftrichter lehnte den beantragten Haftbefehl ab, da er die damals vorliegenden Indizien als nicht ausreichend erachtete.
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