Die Fehlzeiten am Arbeitsplatz wegen psychischer Erkrankungen sind deutlich gestiegen. Beschäftigte fielen im vergangenen Jahr laut Daten der AOK häufiger wegen psychischer Erkrankungen aus als vor zehn Jahren. 2025 weist die Statistik 403 Krankschreibungstage aufgrund psychischer Krankheiten pro 100 AOK-Versicherten aus, teilte die Krankenkasse mit. 2016 seien es laut AOK-Fehlzeitenreport noch 248 Ausfalltage gewesen. Das entspricht einem Anstieg um 42 Prozent.
Im Vergleich verschiedener Krankheitsarten liegen psychische Erkrankungen zwar weiterhin deutlich hinter Atemwegsinfekten. Jedoch fielen Beschäftigte mit einer psychischen Erkrankung besonders lange aus. Im Durchschnitt seien sie im vergangenen Jahr 28,5 Tage krankgeschrieben worden, während der Ausfall bei Atemwegserkrankungen durchschnittlich 5,7 Tage gedauert habe. Einen überdurchschnittlichen Anstieg gab es bei Burnout-Diagnosen.
Insgesamt seien die Fehlzeiten der Beschäftigten zuletzt leicht zurückgegangen, teilte die Krankenkasse mit. 2025 seien 23,3 Arbeitsunfähigkeitstage pro AOK-Mitglied registriert worden. 2024 waren es 23,9 Tage, ebenso wie 2023. Der bisherige Spitzenwert wurde den Angaben zufolge im Corona-Jahr 2022 mit 24,5 Krankheitstagen erreicht. Die Daten wurden vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) analysiert und für den Fehlzeiten-Report der AOK aufbereitet.
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