Es ist nicht lange her, da gab es Rekordmeldungen über offene Stellen in Deutschland. Überall klagten Firmenchefs, wie schwer es geworden sei, Personal zu finden. Doch seit die Wirtschaft schwächelt, hat sich die Stimmung verändert.
Heute sind fast drei Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Unser Tool zeigt, wie leicht oder schwer Sie es je nach Branche haben, einen neuen Job zu finden. Es beruht auf Daten der Bundesagentur für Arbeit für den Zeitraum Juli 2025 bis Juni 2026 und umfasst 37 Berufsgruppen.
Den Daten zufolge finden im Schnitt 22 Prozent aller Arbeitsuchenden in weniger als drei Monaten eine neue Stelle. »Es ist aber normal und nicht verwerflich, wenn man ein bisschen sucht«, sagt Stefanie Seele, Arbeitsmarktexpertin am Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Das sei auch sinnvoll, weil Menschen eher eine passende Stelle finden, wenn sie nicht sofort das nächstbeste Angebot annehmen müssen. »Dafür gibt es das Arbeitslosengeld I«, sagt Seele. Allerdings: Bei längerer Suche werde es mit der Zeit immer unwahrscheinlicher, ein Jobangebot zu bekommen – weil berufliche Kenntnisse verloren gingen.
