
Der größte Ziegelkonzern der Welt, Wienerberger, berichtigt wegen der schleppenden Baukonjunktur abermals seine Ergebnisprognose. Im dritten Quartal sei der saisonale Aufschwung der Bautätigkeit nach der Sommerpause im September weniger ausgeprägt ausgefallen als erwartet, teilte der Baustoffkonzern am Dienstag mit. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Management nun ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen von 640 bis 650 Millionen Euro.
Erst im Juli hatte der Vorstand seine Ergebnisprognose auf rund 700 Millionen Euro gesenkt, nachdem ursprünglich ein Ziel von mehr als 800 Millionen Euro angekündigt worden war. Für das dritte Quartal rechnet Wienerberger bei einem Umsatz von rund 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro mit einem Ergebnis von etwa 170 bis 180 Millionen Euro. Damit wurden die Markterwartungen verfehlt. Aktionäre des komplett sich im Streubesitz befindlichen Konzerns reagierten mit Verkäufen. Der Kurs verlor am Dienstag im Frühhandel rund 2,6 Prozent, der Wert hat sich seit Jahresbeginn fast halbiert.
Mitte August hatte der langjährige Vorstandsvorsitzende Heimo Scheuch aus gesundheitlichen Gründen seine Ämter niedergelegt. Sein interimistischer Nachfolger Gerhard Hanke führt Wienerberger nun, bis ein dauerhafter Nachfolger gefunden ist.
