Shida Bazyar hat den Deutschen Buchpreis für den Roman Die Lücken erhalten. Mit dem Preis zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Bazyar nahm den Buchpreis im Kaisersaal des Frankfurter Römers entgegen.
In ihrem Buch thematisiert Bazyar jüdisches Leben und die Nazi-Vergangenheit eines Dorfes im Hunsrück. Angesichts des Themas ihres Romans falle es ihr schwer, Freude über den Preis zu empfinden, sagte Bazyar in ihrer Dankesrede. Antisemitische und rassistische Straftaten seien auf Höchstständen, keine Minderheit in Deutschland habe aktuell keinen Grund zur Sorge.
Nominiert für den Preis waren zudem Franziska Gänsler mit Orca, Valeria Gordeev mit Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle, Elias Hirschl mit Schleifen, Peggy Mädler mit Selbstregulierung des Herzens sowie Dana Vowinckel mit Anton und Alma.
Für die Stiftung Buchkultur und Leseförderung sichteten sieben Jurymitglieder 205 Titel, die seit Oktober 2025 erschienen. Der Hauptpreis des Deutschen Buchpreises ist mit 25.000 Euro dotiert. Die anderen fünf Nominierten, die es auf die Shortlist geschafft hatten, erhalten jeweils 2.500 Euro.
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