Auf dem Oktoberfest in München haben sich Mitglieder der Jugendorganisation Linke Jugend Berichten zufolge israelfeindlich geäußert. Es seien israelfeindliche Parolen geäußert und Liedtexte entsprechend umgedichtet worden, berichteten Süddeutsche Zeitung (SZ) und Bild unter Berufung auf FDP-Politiker, die den Vorfall im Festzelt beobachteten. Laut Bild-Zeitung sollen die Mitglieder der Linken Jugend das Lied Sweet Caroline in »Free Palestine« umgedichtet haben. Der Vorfall ereignete sich den Berichten zufolge am vergangenen Freitag.
Der Fraktionsvorsitzende der FDP im Stadtrat, Jörg Hoffmann, sagte der SZ, er sei eingeschritten, als am Nachbartisch israelfeindliche Parolen geäußert wurden. Er informierte demnach die Festleitung, die die Gruppe aufforderte, das Zelt zu verlassen.
Drei weibliche Gäste sollen Hoffmann deshalb später beschimpft haben. Eine soll ihn geohrfeigt haben. Dabei handelte es sich Angaben der Linken zufolge allerdings nicht um ein Mitglied der Linkspartei oder Linksjugend, sondern um die Freundin eines Mitglieds.
Stefan Jagel, Fraktionschef der Linken im Rathaus, verurteilte den Vorfall. Das Ganze werde Konsequenzen haben, sagte er der SZ.
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