DIE ZEIT:
Herr Masala, es heißt in letzter Zeit immer häufiger, Deutschland sei Ziel
von »hybriden Angriffen«, Russland führe einen »hybriden Krieg« gegen den
Westen – wie sinnvoll sind diese Begriffe?

Carlo Masala:
Ich spreche lieber von einem Schattenkrieg. Ein hybrider
Krieg suggeriert eine Distanz und gaukelt mir vor, dass die Sache halb so
wild ist. Aus russischer Sicht ist es auch längst ein Krieg, den das Land gegen
den Westen führt, nur eben im Verborgenen. Er findet auf vielen Ebenen statt,
durch Spionage, Desinformation, wie wir sie bei den Wahlen in
Sachsen-Anhalt gesehen haben, und etwa durch den Versuch, Frachtflugzeuge
in Leipzig zu zerstören. Mit all diesen Mitteln soll der Westen verunsichert
und gespalten werden, um die weitere Unterstützung der Ukraine zu unterbinden.

Automatische Zusammenfassung

Diese Fragen wurden mithilfe von Künstlicher Intelligenz auf Basis des Artikeltextes erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.

Diese Fragen beantwortet der Artikel:

  • Wie beschreibt Carlo Masala Russlands verdeckten Krieg gegen den Westen?
  • Warum hält er weitere Ukrainehilfe und glaubwürdige Abschreckung für entscheidend?