
Keine Erholung auf dem Arbeitsmarkt in Sicht
Frankfurt. Die Herbstbelebung auf dem hessischen Arbeitsmarkt fällt deutlich schwächer aus als üblich. Zwar sank die Arbeitslosigkeit im September leicht um 2,1 Prozent und die Arbeitslosenquote fiel auf 5,9 Prozent, wie die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit in Frankfurt mitteilte. Bereinigt um Saisoneinflüsse stieg die Arbeitslosigkeit gegenüber August jedoch um rund 2.000 Menschen.
In Hessen waren im September 210.403 Menschen arbeitslos gemeldet. Das ist ein Rückgang um 4.439 Personen gegenüber August, aber ein Anstieg um 3.913 Menschen zum Vorjahr. Mit 5,9 Prozent liegt die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert.
Einen Lichtblick sieht die Regionaldirektion bei den gemeldeten Arbeitsstellen. So meldeten die hessischen Betriebe 9.897 neue Arbeitsstellen, gut 15 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Wert in einem September seit 2022.
Derzeit werde die Wirtschaft von Staatsausgaben für Verteidigung und Infrastruktur getragen. Dagegen habe sich die Lage im verarbeitenden Gewerbe kaum verbessert, der Stellenabbau in der Industrie werde sich fortsetzen. Für eine wirtschaftliche Erholung und damit eine Aufhellung am Arbeitsmarkt brauche es den privaten Konsum und private Investitionen, sagte Martin. „Solange diese ausbleiben, werden wir keine Trendwende bei der Erwerbstätigkeit sehen.“ (dpa)
