Einer der fünf unter Terrorverdacht nahe einer US-Luftwaffenbasis in Großbritannien festgenommenen Männer soll Medienberichten zufolge selbst den Notruf gewählt und eine mutmaßlich geplante Tat damit vereitelt haben. Zuvor wurde berichtet, dass die Festnahmen erfolgten, nachdem eine Anwohnerin die Polizei verständigt hatte, weil sie drei Lieferwagen und eine Gruppe maskierter Männer in der Nähe des Stützpunkts gesehen hatte. Die Polizei war zu dem Zeitpunkt aber offenbar bereits vor Ort, weil der Verdächtige fast eine Stunde zuvor angerufen hatte. Das berichteten die britische Zeitungen The Times und Guardian.
Demnach soll jetzt geklärt werden, ob die fünf Männer im Auftrag des Iran gehandelt haben. Unklar war zunächst auch das Motiv des Verdächtigen für den Anruf bei der Polizei. Die britischen Behörden machten bisher kaum Angaben zu möglichen Hintergründen. Der Luftwaffenstützpunkt diente den USA als Ausgangspunkt für Angriffe auf den Iran.
Nicht funktionsfähiger Sprengstoff
Die Männer waren nahe dem von der US-Luftwaffe
genutzten britischen Militärstützpunkt RAF Fairford festgenommen worden. Sie
werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt, ermittelt wird
auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Das von den
Männern mitgeführte verdächtige Material hat sich jedoch laut Polizei nicht als
funktionsfähiger Sprengstoff herausgestellt.
»Wir können bestätigen, dass keine improvisierten Sprengsätze gefunden
wurden. Wir haben Brandbeschleuniger, nämlich Benzin,
gefunden und diesen im Rahmen unserer Ermittlungen sichergestellt«, sagte der
Leiter der Anti-Terror-Einheit, Assistant Commissioner Laurence Taylor. Die Festgenommenen sind laut Angaben der Polizei britische Staatsbürger,
zwischen 23 und 25 Jahren alt und haben einen Wohnsitz in London. Sie wurden inzwischen unter Auflagen wieder frei gelassen.
