Pendlerinnen und Pendler können aufatmen. Es gibt bis auf weiteres keine neuen Warnstreiks bei den Stadtbussen in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg. Arbeitgeber und Gewerkschaften haben sich in der vierten Verhandlungsrunde in Flensburg auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 1.800 Beschäftigten geeinigt, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte.
Der Einigung zufolge bekommen die Beschäftigten bei einer Tariflaufzeit von 18 Monaten zunächst rückwirkend zum 1. Juli eine Erhöhung um 3,0 Prozent und dann zum 1. April 2027 eine weitere Erhöhung um 2,6 Prozent.
«Die vereinbarten Erhöhungen bedeuten für die Beschäftigten eine spürbare Verbesserung ihrer Einkommen», erklärte Verdi Nord-Verhandlungsführer Sascha Bähring. Gleichzeitig sei es gelungen, einen Tarifabschluss zu erreichen, der sich sehen lassen könne und Signale setze. Die ver.di-Tarifkommission habe dem Verhandlungsergebnis unmittelbar nach Abschluss der Verhandlungen zugestimmt.
Ohne eine Einigung hätte ein fünftägiger Warnstreik gedroht. Diesen hatte die Tarifkommission der Gewerkschaft bereits beschlossen für den Fall, dass es bei den Gesprächen erneut kein aus ihrer Sicht tragfähiges Ergebnis gibt. Bereits im September hatten zwei Warnstreiks den Busverkehr in den vier kreisfreien Städten Schleswig-Holsteins vorübergehend lahmgelegt. Anfang September waren die Busfahrerinnen und Busfahrer in einen 48-stündigen Warnstreik getreten. Am 21. September folgte ein eintägiger Warnstreik.
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