
Boeing habe im August alle Fluggesellschaften, bei denen die 737 Max im Einsatz ist, über den neuen Software-Fehler unterrichtet, sagte ein Sprecher. Dabei habe es geheißen, er stelle kein Sicherheitsrisiko dar, schrieb das „Wall Street Journal“ unter Verweis auf ein Dokument des Unternehmens. Der Zeitung zufolge wollen die US-Airlines Southwest und United Boeing keine Maschinen mit dem Software-Fehler abnehmen. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA prüfe das Problem.
Flugzeugtyp mit Vorgeschichte
Die 737 Max ist der Modelltyp, der den Konzern in seine schwerste Krise brachte, mit deren Folgen Boeing noch immer zu kämpfen hat. Bei zwei tödlichen Abstürzen im Oktober 2018 und März 2019 waren 346 Menschen ums Leben gekommen.
Zentraler Auslöser war eine Assistenzsoftware, die die Piloten unterstützen sollte, aber unter bestimmten Umständen zu stark in die Steuerung eingriff. Mitarbeiter des Flugzeugbauers hatten bei der Zertifizierung der 737 Max durch US-Behörden spezielle Schulungen für die Software für unnötig erklärt. Boeing musste die Produktion der 737 Max aussetzen und sie ist immer noch reduziert.
Die 737 Max wurde nach weiteren Problemen oft als Pannen-Flugzeug bezeichnet. So sorgte ein Zwischenfall, bei dem im Januar 2024 im Steigflug ein Rumpfteil einer fast neuen 737-Maschine herausbrach, für neue Zweifel an Boeings Qualitätsmanagement.
