Die Verbraucherzentralen haben sich für ein einheitliches Fahrpreismodell im gesamten deutschen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ausgesprochen. »Wer in Deutschland Bus und Bahn nutzt, braucht ein Tarifsystem, das überall gleich funktioniert«, sagte die Chefin des Bundesverbandes, Ramona Pop der Nachrichtenagentur dpa. In Deutschland gebe es einen unübersichtlichen Flickenteppich aus Verbundnetzen, Tarifzonen und Ticketangeboten, kritisierte Pop.
Dem Verband zufolge soll es nur noch ein Preismodell auf der Grundlage der »genutzten Zeit im ÖPNV« geben. Konkret sollte es nur noch fünf Ticketarten geben – für 15 Minuten, 30 Minuten, 60 Minuten, 120 Minuten und für 24 Stunden. Dieser Tarifansatz sei einheitlich nutzbar, intuitiv und leicht verständlich, heißt es in einem Positionspapier. Das Prinzip könne dem Vorschlag zufolge dann überall gelten.
Vor allem für Menschen, die nur ab und zu den ÖPNV nutzen, wäre das eine Vereinfachung. »Gerade in Zeiten steigender Spritpreise brauchen Verbraucherinnen und Verbraucher attraktive Alternativen zum Auto«, sagte Pop. Das System sollte digital, aber auch analog etwa mit Fahrscheinautomaten nutzbar sein.
