Ein schwerer Herbststurm hat im Nordosten der USA den Flugverkehr teilweise lahmgelegt und zu Stromausfällen geführt. Zeitweise hatten am Samstag mehr als 100.000 Haushalte und Unternehmen in sechs Bundesstaaten von Washington bis Maine keinen Strom, zeigen Daten des Dienstes PowerOutage.com. Bis zum Abend waren noch mehr als 68.000 Haushalte vom Stromnetz abgeschnitten, allein 35.000 davon im Bundesstaat New York. Nach Angaben des Portals FlightAware strichen Fluggesellschaften mehr als 400 Flüge.
New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul hatte vor Eintreffen des Sturms für einige Bezirke vorsorglich den Notstand ausgerufen. Sie warnte am Samstag vor »extrem gefährlichen Bedingungen« entlang der Küste. Es drohten bis zu sechs Meter hohe Wellen und Überschwemmungen. Winde hätten in Böen mehr als 80 Kilometer pro Stunde ereicht, sagte Hochul. Ein Mann wurde laut Medienberichten von einem umstürzenden Baum erschlagen.
Der nationale Wetterdienst der USA warnte bis Montag vor Überschwemmungen an den Küsten, starken Windböen und heftigem Regen. Für den Bundesstaat New York sagen Behörden in den kommenden Tage bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter voraus. In Teilen von New Jersey kam es bereits zu Überschwemmungen.
AC/DC und Ed Sheeran sagen Konzerte ab
Am Sitz der Vereinten Nationen in New York, wo bis MontagsStaats- und Regierungschefs aus aller Welt zur UN-Generaldebatte versammelt sind, wurden Fernseh- und Radiosender wegen starken Windes aufgerufen, ihre technische Ausrüstung in Sicherheit zu bringen.
Mehrere Konzerte mit Weltstars wurden wegen des Sturms abgesagt. Eine für Freitag geplante Show der Rockband AC/DC wurde verschoben. Zwei geplante Konzerte von Popstar Ed Sheeran nahe Boston wurden ebenfalls wegen des Wetters gestrichen. Das für Samstag geplante Global Citizen Festival, das seit 2012 jedes Jahr im Central Park in New York stattfindet, wurde nach Angaben der Veranstalter zum ersten Mal in seiner Geschichte abgesagt. Dort hätten die Hip-Hop-Sänger Lauryn Hill und Wyclef Jean auftreten sollen.
