Die jüngsten Wahlergebnisse signalisieren, dass die Sozialpläne der Regierung zu weit gehen, sagt Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Gitta Connemann, die Chefin des Unions-Wirtschaftsflügels, kontert: Wer nun bremst, riskiert alles.
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© Rafael Heygster für DIE ZEIT, links; Gene Glover, rechts
DIE ZEIT: Frau Connemann, nach dem schlechten Abschneiden der Regierungsparteien bei den jüngsten Landtagswahlen werden Forderungen laut, bei den Reformen das Tempo rauszunehmen. Wie sehen Sie das?
Gitta Connemann: Wir brauchen nicht weniger Tempo, sondern mehr. Wir haben mit Blick auf die Reformen kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Es ist doch allgemein bekannt, dass zum Beispiel bei der gesetzlichen Rentenversicherung die Kosten aus dem Ruder laufen, weil die Gesellschaft rapide altert. Um das Generationenversprechen noch halten zu können, müssen wir handeln. Unsere Herausforderung ist, dass Reformen nicht als Bedrohung wahrgenommen werden.
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Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Soll die Politik bei den Rentenreformen mehr Tempo machen oder nachsteuern?
- Warum ist die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren so umstritten?
