Im Rahmen seines Staatsbesuchs in den USA haben der chinesische Staatschef Xi Jinping und sein Gastgeber, US‑Präsident Donald Trump, im Weißen Haus ihren Willen zur Zusammenarbeit ausgedrückt. »Ich bin hier, um die Freundschaft und die Zusammenarbeit auszubauen«, sagte Xi bei seiner Ankunft. Trump sprach von einer »wahrhaft großartigen Freundschaft« zu Xi.
Beide Staaten sind in mehreren Bereichen Rivalen – vor allem im Handel. Im Frühjahr 2025 eskalierte der Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften, als die USA ihre Einfuhrzölle auf chinesische Waren auf bis zu 145 Prozent erhöhten. China reagierte mit Gegenzöllen von bis zu 125 Prozent. Im Oktober vereinbarten Trump und Xi im südkoreanischen Busan unter anderem ein Aussetzen hoher zusätzlicher Zölle. Zu Beginn des Staatsbesuchs verlängerten die USA die Zollpause.
Bei den Auseinandersetzungen der beiden Großmächte geht es aber nicht nur um Zölle. China kritisiert die US-Exportkontrollen auf Halbleiter und Chips für die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz. Die US-Regierung wirft China dagegen vor, bestimmte Rohstoffe gezielt zurückzuhalten. Für die Ausfuhr seltener Erden benötigen ausländische Unternehmen derzeit Genehmigungen, die das chinesische Handelsministerium erteilt.
Xi bekräftigt Willen zur Zusammenarbeit
Man habe mittlerweile jedoch »enorme Fortschritte« bei den Problemen erzielt, mit denen beide Länder konfrontiert seien, sagte Xi in Washington D.C.. Eine Zusammenarbeit zwischen China und den USA könne vielleicht nicht jedes Problem auf der Welt lösen. »Aber ohne unsere Zusammenarbeit wäre es schwer, viele der Probleme der Welt zu lösen«, sagte der chinesische Staatschef. China und die Vereinigten Staaten trügen »eine historische Verantwortung für die Förderung der menschlichen Entwicklung und des Fortschritts«.
Als Zeichen des guten Willens kündigte Xi an, dass in wenigen Tagen zwei Pandas in den Zoo von Atlanta einziehen würden. Zudem wolle China in den kommenden fünf Jahren 100.000 junge US-Bürger zu Austausch- und Studienbesuchen einladen. Beide Länder müssten friedlich koexistieren und der Wettbewerb solle positiv und mit Grenzen geführt werden, sagte Xi.
Staatsdinner mit den Chefs der großen US-Techunternehmen
Trump sagte im Weißen Haus, er werde mit Xi »drängende Fragen« besprechen. Dazu gehörten Gespräche über Sicherheit, Technologie und Künstliche Intelligenz. Zudem arbeite man auf eine ausgewogenere Handelsbeziehung hin, die US-amerikanischen Landwirten neuen Marktzugang verschaffen solle.
Am Abend (Ortszeit) ist dazu ein Staatsdinner vorgesehen, bei dem auch die Chefs der großen US-Techunternehmen erwartet werden. Die Künstliche Intelligenz und der damit verbundene Wettbewerb der beiden Volkswirtschaften sind zentrale Themen von Xis Besuch.
Am Freitag beendet Chinas Staatspräsident seinen Besuch in den USA. Vor seinem Abflug wird der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas nochmals mit Trump zusammentreffen. Geplant ist eine Teezeremonie, gefolgt von einem Besuch des Nationalarchivs, um Gründungsdokumente der USA einzusehen.
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