
Die Vereinigten Staaten wollen 36 gestohlene Kunstwerke im Millionenwert an Syrien zurückgegeben. Die Artefakte seien vom Metropolitan Museum of Art in New York sowie von mehreren Sammlern antiker Kunst beschlagnahmt worden, teilte die Staatsanwaltschaft von Manhattan am Mittwoch mit. Der Gesamtwert der geraubten Altertümer beläuft sich demnach auf mehr als fünf Millionen Dollar.
Vom IS bei der Plünderung Palmyras geraubt
Unter den antiken Objekten ist auch ein Stein, der während der Zerstörung der antiken Welterbestätte Palmyra durch die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) geplündert und außer Landes geschafft worden war. Die mehr als 450 Kilogramm schwere Skulptur aus Kalkstein zeigt einen liegenden Mann, umgeben von einer Frau und drei Kindern. Die Staatsanwaltschaft von Manhattan teilte mit, die 13 im Metropolitan Museum beschlagnahmten Objekte gehörten zu einer Gruppe von 402 Artefakten im Wert von 98,7 Millionen Dollar, die seit 2017 bei der Kultureinrichtung sichergestellt worden seien.
Vier weitere der jetzt zurückgegebenen Stücke stammen demnach aus dem Besitz des amerikanischen Sammlers Michael Steinhardt. 2021 hatte er 180 gestohlene antike Artefakte im Gesamtwert von rund 70 Millionen Euro zurückgegeben, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen.
Die USA haben im Laufe der vergangenen Jahre zahlreiche Antiquitäten aus geplünderten archäologischen Stätten an verschiedene Länder zurückgegeben, darunter China, Ägypten, Griechenland und Italien. „Zeremonien zur Rückführung von Kulturgütern erinnern eindringlich daran, dass der Schutz des kulturellen Erbes über Grenzen und Nationalitäten hinweg verbindet“, sagte der Staatsanwalt Alvin Bragg. Nach den Worten des syrischen Geschäftsträgers in Washington, Mohammad Kanatri, zeigt die Übergabe, wie „ein gemeinsames Engagement für den Schutz des kulturellen Erbes dauerhafte Brücken zwischen unseren beiden Ländern schlagen kann“.
