
Eine der an Malaria erkrankten Personen aus dem Frankfurter Stadtteil Schwanheim ist tot. Wie das Gesundheitsamt mitteilte, ist der Erkrankte zuletzt in der Uniklinik in Frankfurt behandelt worden. Das Gesundheitsamt hatte erst am Dienstagabend öffentlich gemacht, dass es nach den sechs Malaria-Infizierten am Frankfurter Flughafen im Juni und August, von denen zwei gestorben waren, nun auch zwei weitere Malariafälle gebe, dieses Mal allerdings außerhalb des Flughafengeländes. Die beiden Erkrankten haben, wie das Gesundheitsamt jetzt mitteilt, in unmittelbarer Nähe zum Frankfurter Flughafen gewohnt.
Die nun verstorbene Person und die zweite infizierte sind an der Malaria tropica erkrankt, der gefährlichsten Variante der Krankheit. Sie haben nicht am Flughafen gearbeitet und auch kein tropisches Land bereist. „Sie waren zuvor in keinem Malaria-Endemiegebiet“, teilte das Gesundheitsamt mit. Sie hätten sich beide mit dem Malariaerreger Plasmodium falciparum infiziert. Nach Angaben des Gesundheitsamts sind dem Gesundheitsamt seit Wochenbeginn keine weiteren Malariafälle gemeldet worden.
Wie es zu der Infektion kommen konnte, ist weiterhin nicht bekannt. Bei den sechs Fällen im Sommer, von denen Mitarbeiter des Flughafens betroffen waren, ging die Behörde davon aus, dass eine in einem Flugzeug eingeschleppte Anopheles-Mücke die Krankheit übertragen hat. Malaria ist nicht von Mensch zu Mensch zu übertragen.
Das Frankfurter Gesundheitsamt bittet weiterhin Ärzte und Patienten mit unklarem Fieber, eine mögliche Malariaerkrankung in Betracht zu ziehen. Das Amt ruft zudem Bürger, die in der Nähe des Flughafens wohnen oder arbeiten, auf, sich bei entsprechenden Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen und auf die Nähe zum Flughafen hinzuweisen.
Das Frankfurter Gesundheitsamt hat eine Hotline für Fragen eingerichtet. Diese ist telefonisch unter 069/212-30030 von Montag bis Freitag, von 9 bis 18 Uhr, zu erreichen.
