
Holm im NDR: Sender berichtet “desinformiert” und “nicht objektiv”
Der „Ministerpräsidentenkandidat“ der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, hat wiederholt im Wahlkampf angekündigt, „sofort“ nach Amtsantritt den Rundfunkstaatsvertrag zu kündigen. Das wäre das Ende des NDR in MV. Am Mittwochabend beim TV-Duell gegen Manuela Schwesig (SPD) im NDR sagte Holm, Ziel der AfD sei eine Reform des Öffentlichen Rundfunks, nicht dessen Abschaffung. Die AfD habe „nichts gegen kritische Berichterstattung“.
Holm warf in der NDR-Talkshow dem Sender vor, dieser berichte öfters „desinformiert“, „nicht objektiv und ausgewogen“. Es gebe „wesentliche Auslassungen“, aus einer „gewissen Perspektive“ werde nicht berichtet, AfD-Vertreter würden „selten in Talkshows eingeladen“.
Die beiden Moderaten des NDR wiesen die Behauptungen zurück und wiesen Holm zugleich darauf hin, dass er doch in diesem Moment an einer Talkshow teilnehme. Holm dazu: das sei „einmalig“. Allerdings war es bereits das zweite TV-Duell zwischen ihm und Schwesig in diesem Wahlkampf.
Weiterhin forderte Holm, der öffentliche Rundfunk müsse günstiger werden für die Bürger, außerdem solle es bei den Sendern „keinen Parteieneinfluss“ über die Aufsichtsgremien geben.
Schwesig wies Holm darauf hin, dass er selbst einst unter anderem beim NDR als Radiomoderator gearbeitet hatte und nun an einer NDR-Talkshow teilnehme. Sie warf Holm vor, dieser mache sich die Welt, wie sie ihm gefalle.
