Sie nennen sich die »Peppingers«. Zahlenmäßig sind sie den »Swifties«, also der Fangemeinde von Pop-Superstar Taylor Swift, zwar noch weit unterlegen, und auch verglichen mit den »Kaulquappen«, der Podcast-Community von Bill und Tom Kaulitz von Tokio Hotel, besteht noch etwas Luft nach oben, doch schon jetzt sind sie eine verschworene Gemeinschaft: die Fans des 18-jährigen Deutsch-Rappers Yung Pepp aus Leipzig-Plagwitz. Der ist trotz seines jugendlichen Alters fast schon so etwas wie ein Routinier. Vier Jahre ist es her, da veröffentlichte Pepp seine erste EP. Und vor einem Jahr wurden seine Songs Wassereis und Junge Träume aus Gold zu Achtungserfolgen, die es ihm ermöglichten, im Vorprogramm der Chemnitzer Band Kraftklub aufzutreten. Seitdem gilt er als medial viel beachteter Vertreter einer ostdeutschen Teenager-Generation, die gerade nicht mit einem jugendlichen AfD-Unterstützerkreis verwechselt werden will. Denn »wir sind die nächste Generation«, so Pepp in einem Interview, »und müssen etwas tun. Ich habe keine Lust auf ein Land, in dem die AfD regiert und Menschen ausgeschlossen oder unterdrückt werden.«
