Die Automobilbranche befindet sich zurzeit in stürmischen Gewässern. Doch bei Mazda herrscht zumindest in Europa wieder eitel Sonnenschein. So kündigte Martijn ten Brink, Chef von Mazda Europa, für 2026 ein Absatzplus im Vergleich zum Vorjahr von gut 21 Prozent an, was den japanischen Hersteller in die Nähe der 200.000 Verkäufe bringen würde. Noch besser liefe es wohl, wenn mehr Elektroautos bei den Händlern stünden. Bislang gab es nur den Mazda 6e, dem wird nun aber der CX-6e zur Seite gestellt.
Das SUV ist, wie es der Name es vermuten lässt, von der Limousine abgeleitet und wird wie diese von Changan in China gebaut. Mit einer Länge von 4,85 Meter ist der Neue beileibe kein kleines Auto. Der Elektromotor sitzt im Heck, er treibt die Hinterachse an und leistet maximal 258 PS bei einem Drehmoment von 290 Newtonmeter. Mit der im Fahrzeugboden platzierten LFP-Batterie sind theoretisch Reichweiten bis zu 484 Kilometer möglich, geladen werden kann mit maximal 200 kW. Laut Hersteller kommt man in 24 Minuten von zehn auf 80 Prozent Ladestand.
All inclusive, fast jedenfalls
Als Preis nennt Mazda 49.990 Euro für ein schon ziemlich gut ausgestattetes SUV in der Takumi-Version. Takumi Plus kostet 52.990 Euro, dann hat der Wagen unter anderem die gewöhnungsbedürftigen Kameraspiegel (außen und innen). Sonst muss sich der Interessent allenfalls Gedanken über den gewünschten Lack machen. Die Leasingrate für Privatkunden soll 371 Euro betragen, wenn man 6000 Euro E-Auto-Prämie als Sonderzahlung einsetzt. Auch in Deutschland liegt Mazda nach eigenen Anhaben mit gut 20 Prozent im Plus. 50.000 Einheiten sind das Absatzziel für 2026.

Auf ersten Probefahrten mit dem CX-6e überrascht zunächst das im Vergleich zur Limousine völlig andere Armaturenbrett-Layout. Statt eines großen Monitors in der Mitte und einer kleinen digitalen Instrumententafel hinter dem Lenkrad gibt es ein fast bis zur Beifahrertür reichendes, schmal-langes 26,4-Zoll-Display, das rechts neben dem Lenkrad ansetzt. Das ist nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss, wie auch das Bedienen von Außenspiegel und Klimaanlage über das Display. Immerhin ist ein Head-up-Display serienmäßig.
Für so ein großes SUV wünscht man sich zudem einen größeren Kofferraum, das Volumen beträgt 468 Liter oder 1434 Liter mit umgelegten Rücksitzen. Ein Plus ist die große Beinfreiheit auf der Rückbank. Und auch mit dem 80-Liter-Frunk kann man zufrieden sein. Sonst fährt der CX-6e vollkommen unauffällig. Mazda macht lieber mit guten Absätzen Furore.
