Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen ging es am Sonntag um zahlreiche Posten von Oberbürgermeistern und Landräten. In der Landeshauptstadt Hannover liegt der grüne Oberbürgermeister Belit Onay klar vorne. Der 45 Jahre alte Politiker, der die 500.000-Einwohner-Stadt seit dem Jahr 2019 regiert, kommt nach Auszählung der meisten Stimmen am Sonntagabend auf knapp 44 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei kommt demnach der SPD-Kandidat Axel von der Ohe mit etwa 22 Prozent.
Damit gibt es in Hannover in zwei Wochen eine Stichwahl zwischen Oberbürgermeister Onay und dem städtischen Kämmerer von der Ohe. Der CDU-Bewerber Peter Karst, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, erhält lediglich 13 Prozent der Stimmen und liegt nur knapp vor der AfD-Bewerberin Jessica Schülke. Das Ergebnis ist ein Dämpfer für die CDU, die zumindest die Stichwahl erreichen und damit ein Zeichen der Stärke in Richtung AfD setzen wollte.
Bei der Wahl des Präsidenten der Region Hannover liegt die SPD-Kandidatin Eva Bender nach Auszählung fast aller Stimmen mit 30 Prozent klar vor CDU-Kandidat Oliver Junk, der auf 22 Prozent kommt. Beide gehen in zwei Wochen in die Stichwahl. Auf Platz drei liegt die Grünen-Kandidatin Sinja Münzberg, die 17 Prozent erreicht. Auf Platz vier landet der AfD-Politiker Nicolas Lehrte mit 15 Prozent.
Stichwahen auch in Braunschweig, Oldenburg und Osnabrück
In Braunschweig liegt Oberbürgermeister Thorsten Kornblum nach Auszählung der meisten Stimmen mit etwa 43 Prozent der Stimmen klar vorne. Der SPD-Politiker tritt in zwei Wochen zu einer Stichwahl gegen den CDU-Kandidaten Maximilian Pohler an, der mit knapp 16 Prozent etwas stärker abschneidet als AfD-Kandidat Mirco Hanker.
Auch in Oldenburg kommt es zu einer Stichwahl, dort geht es um die Nachfolge des scheidenden Oberbürgermeisters Jürgen Krogmann (SPD). Der SPD-Landtagsabgeordnete Ulf Prange, der nach vorläufigem amtlichen Endergebnis auf 33,2 Prozent kommt, tritt dann gegen den Grünen-Bewerber Jascha Rohr an, der am Sonntag 30,5 Prozent der Stimmen erreicht.
In Osnabrück liegt nach dem ersten Wahlgang Amtsinhaberin Katharina Pötter (CDU) nach Auszählung der meisten Stimmen mit 42 Prozent klar vorne. Sie muss in zwei Wochen aber noch in eine Stichwahl gegen den grünen Landtagsabgeordneten Volker Bajus, der auf 22 Prozent der Stimmen kam.

Das Göttinger Rathaus wird künftig nicht mehr von einem Sozialdemokraten geführt. Im Kampf um die Nachfolge von Oberbürgermeisterin Petra Broistedt verpasst der SPD-Bewerber Florian Dinger nach Auszählung der meisten Stimmen mit 23 Prozent den Einzug in die Stichwahl. Diese wird stattdessen zwischen der Grünen-Bewerberin Onyeka Oshionwu, die 40 Prozent der Stimmen erreicht, und dem CDU-Bewerber Ehsan Kangarani stattfinden, der auf 28 Prozent kommt.
Auch um das Amt des Landrats im Kreis Göttingen wird es nach Auszählung fast aller Stimmen eine Stichwahl geben zwischen der SPD-Bewerberin Ulrike Witt, die auf 25,9 Prozent kommt sowie dem CDU-Bewerber Harm Adam, der 23,9 Prozent erreicht. Der bisherige Landrat Marcel Riethig kommt auf 15 Prozent. Riethig trat nicht mehr für die SPD an, nachdem er sich mit der Führung der Kreisverwaltung überworfen hatte und gegen ihn ein Disziplinarverfahren eingeleitet wurde.
In Wolfsburg erreichte Amtsinhaber Dennis Weilmann bereits im ersten Wahlgang die nötigen Stimmen für eine Wiederwahl. Der CDU-Politiker erreichte laut vorläufigem amtlichen Endergebnis vom Sonntagabend 50,1 Prozent der Stimmen.
In Salzgitter erreicht Amtsinhaber Frank Klingebiel nach Auszählung fast aller Stimmen 45,9 Prozent der Stimmen. Er muss in eine Stichwahl gegen Patricia Mair von der AfD, die 25,4 Prozent der Stimmen erhält.
