Einen ganzen Tag drehen, nur für eine Minute in einem Film – wenn man Glück hat. Einen Tierfilm zu drehen, ist mühselig. Thoralf Grospitz und Jens Westphalen gehen dorthin, wo kaum Menschen leben – dafür aber viele wilde Tiere. Die beiden arbeiten seit 30 Jahren als Tierfilmer und waren im Regenwald von Borneo unterwegs, um Orang-Utans, Gibbons und Zwergelefanten vor die Kamera zu bekommen.
Was braucht es, um einen richtig guten Naturfilm zu drehen? ZEIT-Reporterin Dagny Lüdemann hat die beiden sechs Wochen lang begleitet und spricht mit Podcast-Host Linda Fischer über Tage in Fledermaushöhlen und Wochen zwischen Regenwald und lebensfeindlichen Plantagen auf der drittgrößten Insel der Welt.
In seiner Kolumne geht Christoph Drösser der Frage nach, wie diese besonderen Elefanten nach Borneo gekommen sind.
Shownotes
Der Film Orang-Utans – So nah wie nie von Thoralf Grospitz und Jens Westphalen ist verfügbar in der ARD-Mediathek.
Das Making-of zum Film So filmt man Orang-Utans.
Im Podcast beschreibt Jens Westphalen einen Moment während eines früheren Drehs, der ihm besonders naheging. Hier ist er zu sehen, in der Dokumentation Elefanten hautnah.
In diesen beiden Studien versuchten Forscher mit genetischen Analysen, der Frage näherzukommen, wie die Elefanten nach Borneo gekommen sind: PLOS Biology: Fernando et al., 2003; Scientic Reports: Sharma et al., 2018.
