Die Arktis wird geopolitisch immer wichtiger. EU-Staats- und Regierungschefs beraten deshalb über die künftige Arktis-Strategie. Auch Kanzler Friedrich Merz ist dabei.
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Die Spitzen der EU-Staaten sowie Vertreter der EU-Institutionen beraten ab heute in Finnland über künftige Strategien zum Schutz der Arktis. Bei den Gesprächen soll es um Wirtschafts-, Umwelt- und Verteidigungsfragen gehen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nimmt an dem zweitägigen EU-Arktis-Gipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs teil.
»Die Europäische Union hat ein direktes Interesse an ihrer Stabilität, Sicherheit und nachhaltigen Entwicklung«, sagte der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo laut einer Vorab-Mitteilung. Eine überarbeitete EU-Arktisstrategie soll noch in diesem Herbst vorgestellt werden.
Der Klimawandel lässt arktisches Packeis schmelzen, was neue Handelsrouten für die Schifffahrt freimacht. Dadurch gewinnt die Arktis an geopolitischer Bedeutung. Zudem lagern in der Region wertvolle Rohstoffe.
Gleichzeitig nehmen die Bedrohungen in der Arktis für EU-Länder zu. Zum einen sind China und Russland in der Region aktiv. Zum anderen hat US-Präsident Donald Trump wiederholt damit gedroht, Grönland annektieren zu wollen. Das weitgehend autonome, aber zum Königreich Dänemark gehörende Territorium ist wegen seiner militärstrategischen Lage, aber auch wegen der dort vermuteten Bodenschätze interessant. Trump gibt vor, dass Dänemark die riesige Arktisinsel nicht vor Russland und China schützen könne.
