Die USA und Ecuador haben eine nähere Zusammenarbeit im behaupteten Kampf gegen Drogenkartelle beschlossen. US-Außenminister Marco Rubio kündigte in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito an, den Kongress um weitere 45 Millionen US-Dollar (rund 39 Millionen Euro) für das südamerikanische Land zu bitten. »Wir haben keinen besseren Verbündeten in der Region«, lobte Rubio den liberal-konservativen Staatschef Daniel Noboa.
Auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump greift das Militär seit 2025 immer wieder Boote in der Karibik und im Ostpazifik an, um nach eigenen Angaben illegalen Drogenhandel zu unterbinden, und begründet dies mit der nationalen Sicherheit. Das Vorgehen der USA ist allerdings umstritten. Unter anderem die UN kritisieren, dass die tödlichen Luftangriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich unzulässig sind.
Nach Rubios Angaben setzt die Regierung von US-Präsident Donald Trump dabei künftig verstärkt auf gemeinsame Operationen mit Verbündeten wie Ecuador und Kolumbien. »Zum ersten Mal haben wir Länder, die bereit sind, sich an diesen Bemühungen in ihren Hoheitsgewässern zu beteiligen«, sagte Rubio. Das US-Militär werde Schiffe »weiterhin in die Luft sprengen, wenn es nötig ist«, sagte er.
USA beschießen weiteres Boot
In der Nacht hat das US-Militär erneut ein angebliches Drogenboot in der Karibik angegriffen. Den Angaben zufolge sind dabei drei Menschen gestorben. Seit Herbst sind bei US-Luftangriffen dieser Art nach Angaben des zuständige US-Regionalkommando Southcoms mehr als 200 Menschen gestorben. In jüngster Zeit haben US-Streitkräfte die Besatzungen nach eigenen Anhaben teilweise zunächst von Bord geholt und an Behörden etwa in Ecuador übergeben, bevor die Boote zerstört worden seien.
Rubio hatte zuvor Kolumbien und dessen neuen Präsidenten Abelardo De La Espriella besucht, der ebenfalls Nähe zu den USA sucht. Letzte Station Rubios in der Region wird Peru sein, wo ein Treffen mit Staatschefin Keiko Fujimori geplant ist.
