Die Partei des Rechtspopulisten Nigel Farage steht im Fokus von Ermittlungen. Eine Recherche über mögliche illegale Spenden löste bereits Rücktritte von Funktionären aus.
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© Oli Scarff/AFP/Getty Images
Die britische Polizei weitet ihre Ermittlungen gegen die rechtspopulistische Partei Reform UK aus. Es bestehe der Verdacht, dass die Partei gegen das Verbot von Spenden aus dem Ausland verstoßen habe, teilte die Londoner Metropolitan Police mit. Seit dem vergangenen Jahr laufen bereits Ermittlungen gegen die Partei aufgrund von finanziellen Zuwendungen vor der Parlamentswahl 2024.
Vergangene Woche strahlte der Sender Channel 4 eine verdeckte Recherche aus. Darin schienen zwei hochrangige Parteivertreter darüber zu sprechen, wie Geld eines amerikanischen Geldgebers über dessen Sohn an die Partei gelangen könnte. Dabei ging es um die Finanzierung von drei Umfragen. Nach britischem Wahlrecht dürfen Parteien nur Spenden von britischen Wählern oder in Großbritannien registrierten Unternehmen annehmen.
Reform UK suspendierte die beiden Funktionäre. Parteichef Nigel Farage wies den Vorwurf zurück, seine Partei habe gegen das Gesetz verstoßen. Die Polizei sieht hingegen Anhaltspunkte für mögliche Straftaten. Da die neuen möglichen Verstöße dem bestehenden Verdacht ähneln, werde man die Ermittlungen verbinden, teilte die Polizei weiter mit.
Die rechtspopulistische Reform UK hatte lange Zeit einen deutlichen Aufschwung erlebt. Durch mehrere Finanzaffären sanken die Beliebtheitswerte zuletzt.
