
Ulmen war einer der Mitgründer von Pyjama Pictures. Das Unternehmen hat seine Comedyserie „Jerks“ und das Erfolgsformat „Die Discounter“ produziert. Nachdem die Ex-Frau des Schauspielers, Collien Fernandes, gegen ihn den Vorwurf der „virtuellen Vergewaltigung“ erhoben und geschildert hatte, wie er über Jahre hinweg unter einer Fakeidentität von ihr pornographische Videos und erotische Fotos verschickt und Kontakt zu Männern für Sexgespräche aufgenommen habe, gingen die Wege von Ulmen und Pyjama Pictures auseinander.
„The Au Pair“ wird nicht gezeigt
Man sei „zutiefst schockiert und entsetzt über die Vorwürfe“, teilte die Firma kurz nach deren Bekanntwerden im März dieses Jahres mit. Auch wenn die Unschuldsvermutung gelte, sei man, um die Firma zu schützen, mit Ulmen im Gespräch, „seine Gesellschafteranteile zurückzugeben“. In der Geschäftsführung sei er schon seit Mai 2023 nicht mehr, neue Projekte mit ihm seien nicht in Planung.
Reibungslos verlief die geschäftliche Trennung nicht. Zwischenzeitlich ging Ulmen vor dem Arbeitsgericht Berlin gegen die fristlose Kündigung seiner Verträge für die Serie „The Au Pair“ vor. Der im Juni dieses Jahres anberaumte Gerichtstermin wurde aber kurzfristig abgesagt, die Kontrahenten suchten einen außergerichtlichen Vergleich, hieß es. Dieser scheint nun vollzogen, Ulmen ist raus.
Die Serie „The Au Pair“ weist dem Vernehmen nach Handlungselemente auf, die den Vorwürfen, die Collien Fernandes gegen Ulmen erhebt, frappierend ähneln. Gedreht wurde schon, gezeigt wird davon jedoch nichts. „Eine Ausstrahlung der Serie ist bis auf Weiteres nicht geplant“, heißt es bei Seven One und Pro Sieben Sat.1 auf Anfrage. Die juristischen Ermittlungen zu der Anzeige, die Collien Fernandes gegen Ulmen erstattet hat, dauern an. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
