US-Präsident Donald Trump hat den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt gelobt. »Wow! Die populistische Partei in Deutschland hatte gerade einen wirklich großen Abend«, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform. Er sprach von einer Bewegung »im Aufwind«, nannte die AfD allerdings nicht namentlich.
Trump führte den Wahlsieg der AfD auf die deutsche Einwanderungspolitik zurück. Die Wähler würden sich die »absolut schrecklichen Einwanderungsregeln und -vorschriften, die Deutschland starken Schaden zugefügt haben«, nicht mehr gefallen lassen. Angelehnt an Make America Great Again fügte er das auf Deutschland umgemünzte Akronym »MGGA« hinzu.
In der Wahlnacht hatte er auf Truth Social schon die Abbildung einer Hochrechnung zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt verbreitet. Damals schrieb er aber keinen Kommentar dazu. Prominente Vertreter der Maga-Bewegung um Trump hatten den Erfolg der AfD bereits kurz nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses gefeiert.
»Gut gemacht!«, kommentierte etwa Unternehmer Elon Musk einen Beitrag der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel, in dem sie Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zum Triumph in Sachsen-Anhalt beglückwünscht hatte. Musk hatte schon als noch enger Berater des US-Präsidenten Werbung für die AfD gemacht.
AfD suchte wiederholt Nähe zu Trump
Auch der früher in Berlin stationierte US-Botschafter Richard Grenell, der wie Musk enge Verbindungen zu Trump pflegt, hatte der AfD gratuliert. »Ein großer Sieg und ein neuer Tag in Deutschland«, schrieb er auf sozialen Netzwerken. Grenell war als Diplomat in Berlin mehrfach mit polarisierenden Äußerungen aufgefallen und galt als umstritten.
Die AfD hat in der Vergangenheit immer wieder Nähe zu Trump und seiner Maga-Bewegung gesucht. Co-Parteichefin Weidel nannte Trump nach seinem Wahlsieg im vergangenen Jahr ein Vorbild, AfD-Vertreter reisten zu seiner Amtseinführung in die USA. Nach Recherchen unter anderem der ZEIT waren mehrere Mitglieder der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt im Dezember zu einer Maga-Veranstaltung nach New York gereist.
US-Vizepräsident JD Vance traf sich im Februar 2025 am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz mit Weidel und warnte auf der Konferenz davor, mit einer Ausgrenzung populistischer Parteien und politischen »Brandmauern« den Willen von Millionen Wählern zu übergehen. Seine Äußerungen wurden damals von zahlreichen deutschen Politikern kritisiert.
