Vergangenen
Freitag in Tel Aviv – drei Tage vor der Erklärung, dass der israelische
Rüstungskonzern Rafael das VW-Werk Osnabrück übernimmt. In einem Café unweit
des israelischen Verteidigungsministeriums sitzt der Mann, der sich die
Strategie hinter dem Deal überlegt hat. Gil Pinchas, 46 Jahre alt, war bis
Januar der Finanzchef der israelischen Armee und damit Herr über Beschaffungs-
und Budgetpläne. »VW und Rafael verkörpern genau das, was unser
Verteidigungsministerium anstrebt: eine Abkehr von rein exportorientierten
Verträgen hin zu Vereinbarungen mit ausländischen Partnern zum gegenseitigen
Nutzen«, sagt der mittlerweile pensionierte Brigadegeneral.
