Mit diesem Absturz war zu rechnen. Viele haben ihn
vorausgesehen. Etliche hätten ihn verhindern können. Alle haben zugeschaut.
Die aktuellen Pisa-Ergebnisse sind für das vermeintliche
Land der Dichter, Denker und Ingenieure peinlich und beschämend. Theoretisch
zumindest. Praktisch hat man sich an schlechte Nachrichten aus den
Klassenzimmern in Deutschland längst gewöhnt. Hier eine kleine Reform, dort ein
Projekt – und beim nächsten Pisa-Test scheitern sie dann doch wieder, die
Kinder und Jugendlichen.
In keiner Pisa-Erhebung der vergangenen 25 Jahre haben die
15-Jährigen in Deutschland im Lesen, Rechnen und in den Naturwissenschaften so
schlecht abgeschnitten wie in jenem Vergleichstest, der heute vorgestellt
wurde. Jeder dritte Neuntklässler erreicht in Mathe und beim Lesen nicht die
Mindestanforderungen. Auch die Zahl der Leistungsstarken nimmt ab.
