Blonde Haare, braune Kulleraugen, trägt gern Jeans, gestreifte T-Shirts und Hoodies: Mira ist ein ziemlich durchschnittliches Mädchen mit ganz alltäglichen Problemen. Mal benimmt die Mutter sich peinlich, mal nervt die Schule, dazu Pubertäts-Gefühlschaos. Und zugleich ist ihre Geschichte eine dieser märchenhaften Erzählungen der Buchwelt: dass man mit einer Idee, an die anfangs niemand glauben will, international erfolgreich wird.
Mira ist eine Comicfigur, erdacht haben sie die Autorin Sabine Lemire und der Illustrator Rasmus Bregnhøi vor knapp zwölf Jahren. Damals hörte das dänische Duo: Ein Comic für Kinder? Schwierig! Ein Comic mit einem Mädchen als Hauptfigur? Noch schwieriger! Auch die Klett-Kinderbuch-Verlegerin Monika Osberghaus, die Mira 2017 nach Deutschland holte, wurde von den Vertrieblern, also jenen Menschen, die Bücher in die Läden bringen, gebeten, bitte nicht zu erwähnen, dass diese Mädchenpubertätsgeschichte ein Comic ist.
