
Die lokale Nahverkehrsgesellschaft Traffiq ist vor 25 Jahren gegründet worden, um in Frankfurt den Verkehr von U-Bahnen, Straßenbahnen und Linienbussen zu organisieren. Sie übernimmt für die Stadt die Aufgabe, die dafür nötigen Verkehrsleistungen zu bestellen. Im Jubiläumsjahr, das gerade intern begangen wurde, hat Traffiq zum ersten Mal neben dem Geschäftsbericht 2025 einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt. Darin geht es nicht nur um die Ziele im Umweltschutz, sondern auch um soziale Verantwortung und gute Unternehmensführung.
Traffiq hat voriges Jahr fast 20.800 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß verursacht. Von diesen wiederum seien 96 Prozent von den Unternehmen verursacht worden, an die man den Betrieb der Buslinien vergeben habe, so Geschäftsführer Tom Reinhold. 100 der 435 Linienbusse, die in Frankfurt unterwegs sind, fuhren Ende vergangenen Jahres elektrisch. Von diesen wiederum tankten 32 Wasserstoff, um die nötige Energie zu erzeugen. Sie sind vor allem auf längeren Umlaufstrecken unterwegs, weil sie in kurzer Zeit betankt werden können. 68 Busse bekamen den Strom von einer Batterie, die aus dem Stromnetz aufgeladen wurde. Der Einsatz der Elektrobusse konzentriere sich derzeit auf die Innenstadt, um dort die Emissionen von Abgasen und Lärm zu verringern, heißt es im Nachhaltigkeitsbericht.
Das Ziel der Stadt ist, die Busflotte bis 2033 vollständig auf alternative Antriebe umzustellen. Doch musste die städtische In-der-City-Bus GmbH voriges Jahr noch einmal 52 neue Dieselbusse bestellen, weil sich der Umzug des Betriebshofs auf einen neuen Standort in Rödelheim verzögert. Dieser aber ist Voraussetzung für die Umstellung aller ICB-Busse auf Elektroantrieb, weil die Fahrzeuge in größerem Abstand abgestellt werden müssen.
Die U-Bahnen und Straßenbahnen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) fahren ohnehin elektrisch. Wie hoch der ihnen zugerechnete Kohlendioxid-Ausstoß ist, hängt allein von den Lieferverträgen ab. Seit Anfang 2024 fahren sie mit Ökostrom, so wie von 2011 bis 2014 schon einmal. Dazwischen hatte die VGF Kohlestrom aus dem Heizkraftwerk West genutzt, was sich entsprechend negativ auf die Treibhausgasbilanz der Bahnen auswirkte.
