In Kolumbien sind bei einem der Guerrillagruppe ELN zugeschriebenen Drohnenangriff auf einen Armeestützpunkt zwei Soldaten getötet worden. Fünf weitere Armeeangehörige wurden in Ocaña in der nordöstlichen Region Catatumbo verletzt, meldeten die örtlichen Behörden.
Die Armee geht in Catatumbo gegen die sogenannte Nationale Befreiungsarmee (ELN) vor. Sie ist die größte bewaffnete Gruppe des Landes. Bei dem Angriff wurden Armeeangaben zufolge mindestens 20 mit Sprengstoff ausgerüstete Drohnen eingesetzt.
Weltweit größter Kokainproduzent
Präsident Abelardo de la Espriella machte die ELN für die Tat verantwortlich. »Der ELN sage ich mit aller Deutlichkeit: Für jeden Polizisten oder Soldaten, den ihr tötet, werde ich das volle Gewicht und die rechtmäßige Gewalt des Staates über euch bringen«, schrieb er auf X.
Der rechtsgerichtete Politiker hatte sein Amt am 7. August mit dem Versprechen angetreten, einen kompromisslosen Kampf gegen Guerilleros und Drogenhändler zu führen. Er wird dabei von den USA und Israel unterstützt. Während sein Vorgänger, der linksgerichtete Gustavo Petro, erfolglos auf Verhandlungen mit den Milizen gesetzt hatte, hat die neue rechtsgerichtete Regierung alle Gespräche abgebrochen. Kolumbien gilt als der weltweit größte Produzent von Kokain.
