Christiane Benner ist Vorsitzende der IG Metall und für die Arbeitnehmerseite seit 2025 Mitglied im Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns. Sie war an den Verhandlungen über die Sparmaßnahmen intensiv beteiligt.
ZEIT: Frau Benner, wer hat den
Machtkampf der vergangenen Tage und Wochen bei Volkswagen jetzt eigentlich gewonnen:
die Eigentümerfamilien und das Management, weil sie Stellenstreichungen
durchgesetzt haben, oder das Land Niedersachsen und die Arbeitnehmer, weil sie
ihre Entmachtung abgewendet haben?
Benner: Das ist für mich nicht
die entscheidende Frage. Uns geht es um die Beschäftigten. Und für sie haben
wir entscheidende Punkte durchgesetzt: Der Vorstand musste sein
Transformationskonzept stark abändern. Bei der Umsetzung dieses Konzeptes gibt
es keinerlei Automatismus: Die vom Vorstand ins Spiel gebrachten Abbauzahlen
sind Rechengröße und überhaupt nicht in Stein gemeißelt. Und besonders wichtig:
Anders als in einigen Medien berichtet wurde, haben wir keinen Werkschließungen
zugestimmt.
