Wegen der geplanten Commerzbank-Übernahme hat der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) Unicredit-Chef Andrea Orcel getroffen. Dabei sind nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa Forderungen an die italienische Großbank herangetragen worden, die sich Zugriff auf fast 50 Prozent der Commerzbank-Anteile gesichert hat.
Wie die dpa erfuhr, fordert die hessische Landesregierung, dass der rechtliche Sitz und der Vorstand der Commerzbank in Frankfurt bleiben und die Bank als Aktiengesellschaft deutschen Rechts bestehen soll. Wichtige Funktionen für das Bankgeschäft müssten in Frankfurt bleiben, und es dürfe keine Übertragung des Firmenkundengeschäfts an die Hypovereinsbank (HVB) geben. Zudem habe Rhein die Bedeutung der Commerzbank und ihrer Arbeitsplätze für den Finanzstandort Frankfurt betont.
Ein Sprecher der italienischen Großbank bestätigte den Austausch und sprach von konstruktiven Gesprächen. »Wir haben in den letzten Wochen sehr deutlich gemacht, dass wir den direkten Austausch mit der Regierung suchen. Wir schätzen daher den direkten Austausch mit Ministerpräsident Rhein sehr.«
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