Warum heißt die Person so? Warum gibt es im Zoo keine Dinos? Warum ist dein T-Shirt rosa? Fragen wie diese stellt ein Kleinkind gefühlt im Sekundentakt. Ist eine Frage beantwortet, geht es meist nahtlos weiter mit dem nächsten »Aber warum, Mama?«. Ein Spiel, das so lange dauert, wie man Antworten parat hat.
Je älter die Kinder werden, desto weniger stellen sie diese Warum-Fragen. Und wenn sie es tun, richten sie sie immer seltener an die Eltern. Denn die Art und Weise, nach Antworten zu suchen, verändert sich rasant. Wo früher das eigene Erleben, Gleichaltrige oder Erwachsene herhalten mussten, reicht heute oft ein Griff zum Handy – wo ein KI-Chatbot in Sekundenschnelle eine Antwort liefert. Um zu verstehen, was das mit dem kindlichen Denken macht, muss man zuerst fragen, was Neugier überhaupt ist.
