An einem Umspannwerk im brandenburgischen Turnow-Preilack, in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde, sind Sprengvorrichtungen gefunden worden. Das berichten übereinstimmend die Nachrichtenagentur dpa und die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Die Polizei teilte mit, es sei eine »mögliche Sachbeschädigung« an einer Leitung festgestellt worden, Entschärfer seien vor Ort und es bestehe keine Gefahr.
Der Netzbetreiber 50Hertz teilte der ZEIT mit, es habe eine kurzzeitige Leitungsunterbrechung gegeben. Mittlerweile seien alle Leitungen wieder in Betrieb. Die allgemeine Stromversorgung sei derzeit nicht beeinträchtigt.
Die MAZ berichtete unter Berufung auf Sicherheits- und Unternehmenskreise, es handele sich um mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen. Der Zeitung liegt demnach ein Foto vor, das eine solche Vorrichtung unklarer Bauart zeigen soll. Das Umspannwerk solle mehr als einmal getroffen worden sein. Das mutmaßliche Ziel sei offenbar ein großflächiger Stromausfall am Kohlekraftwerk gewesen.
Kraftwerkbetreiber meldet technischen Ausfall in Block B
Der Kraftwerkbetreiber Leag sprach von einem »Anschlag«, der auf das Umspannwerk in Turnow-Preilack verübt worden sei. In der Folge sei es zu einem technischen Ausfall von Block B im Kraftwerk gekommen, teilte ein Pressesprecher der ZEIT mit. Ein möglicher Zusammenhang werde geprüft. Man stimmte sich mit 50 Hertz ab und arbeite an der Wiederinbetriebnahme von Block B.
In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben des Betreibers Leag wurde das Kraftwerk in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet.
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