
Viele der geopolitischen Spannungen sind längst in den Aktienkursen eingepreist. Dass der Krieg zwischen den USA und Iran zum Wochenstart von neuen Angriffen begleitet war, sorgte für Bewegungen des Ölpreises. Schwerwiegende Konsequenzen blieben indes aus.
Noch am Freitag hatte der Dax ein Rekordhoch erreicht, über das gesamte Jahr hinweg liegt das Plus des deutschen Leitindex bei über acht Prozent – allen Krisen zum Trotz. Möglicherweise werden die amerikanische Notenbank Fed und auch die Europäische Zentralbank die Zinsen noch mal erhöhen. Das mag der Aktienmarkt nicht, denn so werden die Finanzierungen von Unternehmen teurer.
Doch sinkende Aktienkurse haben auch eine andere Seite. Sie bieten Investoren Möglichkeiten, in Titel einzusteigen, die bisher vielleicht als überbewertet gegolten haben. Die also schlichtweg zu teuer waren. Das gilt insbesondere für Aktien, deren Treiber die Künstliche Intelligenz ist. Leichte Rücksetzer bieten aber auch die Chance zum Innehalten.
Nicht jede KI-Aktie wird langfristig zu den Gewinnern gehören. Technologie wandelt sich rasant, Geschäftsmodelle werden so überholt. Investments breit zu streuen und sich möglichst wenig Klumpenrisiko einzukaufen, taugt seit jeher als sinnvolle Portfoliostrategie. Das gilt auch und vielleicht auch ganz besonders in der Goldgräberstimmung rund um die Künstliche Intelligenz.
