Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist bei seinem ersten Wahlkampfauftritt in Mecklenburg-Vorpommern kritisiert und beschimpft worden. Passanten bezeichneten Merz auf der Strandpromenade des Ostseebads Kühlungsborn als »Kriegstreiber« und »Pinocchio«. Einige forderten seinen Rücktritt. Ein angekündigtes Pressestatement des Bundeskanzlers fand nicht statt, eine Begründung dafür gab zunächst nicht.
Das Publikum widersprach den Merz-Gegnern teilweise und appellierte an deren Anstand. Merz unterhielt sich indes an einem Wahlkampfstand mit Menschen aus dem Publikum. Der Kanzler wurde in Kühlungsborn von CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters und seinem Staatsminister im Kanzleramt, Philipp Amthor begleitet. Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern findet am 20. September statt.
Am kommenden Sonntag wird zunächst in Sachsen-Anhalt der Landtag neu gewählt. Merz will daher von Kühlungsborn nach Sachsen-Anhalt reisen, plant dort aber keinen größeren Wahlkampfauftritt. Stattdessen nimmt er in Quedlinburg im Harz am Abend an einer Gesprächsrunde mit
Kandidaten für den Landtag teil, wird von Ministerpräsident Sven Schulze
durch den Schlossgarten geführt und will sich dann gemeinsam mit dem
CDU-Spitzenkandidaten vor Kameras äußern.
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