Der deutsche Leichtathlet Owen Ansah hat eine vierjährige Sperre zurückgewiesen, die die Nationale Anti Doping Agentur (Nada) gegen ihn ausgesprochen hatte. Ansah, der bei der Leichtathletik-Europameisterschaft die Goldmedaille über die 200-Meter-Distanz gewann, will die Vorwürfe gegen ihn stattdessen vor dem Deutschen Sportschiedsgericht klären, wie die Nada mitteilte.
Der deutsche Sprintrekordhalter hatte Anfang Juli versäumt, eine Dopingprobe abzugeben. Ansah gab dagegen an, er habe sich zu keinem Zeitpunkt geweigert, eine Probe abzugeben. Er habe, als ihn ein Kontrolleur zur Abgabe einer Probe aufforderte, unter Zeitdruck gestanden.
Um Verfahren zu verkürzen, schlägt die Anti-Dopingbehörde zunächst ein Strafmaß vor. Hätte Ansah die Vierjahressperre akzeptiert, hätte diese sich automatisch auf drei Jahre verkürzt. Trotz der Vorwürfe darf Ansah vorerst weiter starten. Seine Saison beendete der 25-Jährige am Donnerstag allerdings wegen einer Verletzung vorzeitig. Ihm droht weiterhin die Annullierung seiner EM-Medaillengewinne.
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