
Laut „Axios“ werden die Gespräche von US-Außenminister Marco Rubio und Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez geführt.
Im Januar war Venezuelas linksnationalistischer Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz in der Hauptstadt Caracas gefangengenommen und in die USA gebracht worden. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen „Drogenterrorismus“ der Prozess gemacht werden soll.
Maduros frühere Stellvertreterin Rodríguez wurde Übergangspräsidentin des südamerikanischen Landes und hat sich seit ihrer Amtsübernahme für eine Öffnung Venezuelas für ausländische Investitionen, insbesondere im Energiesektor, stark gemacht. Die Regierung Trump übt starken Druck auf sie aus, den USA Zugang zu den venezolanischen Ölquellen zu gewähren. Es handelt sich um die weltweit größten bekannten Reserven des klimaschädlichen Energieträgers.
Trumps Regierung drängt zugleich US-Unternehmen, in Venezuela zu investieren. Die Konzerne sind aber weiterhin zurückhaltend wegen der schlechten Infrastruktur dort und früherer Enteignungen ausländischer Investoren. Chevron, der einzige US-Ölkonzern, der zum Zeitpunkt von Maduros Gefangennahme noch in Venezuela aktiv war, hatte im Juli angekündigt, seine dortige Ölförderung bis Ende 2028 um 50 Prozent zu steigern.
