
Auf der gefährlichen Abfahrt des Puerto Bartolo hatte Pogacar einen Schreckmoment zu verarbeiten. 19 Kilometer vor dem Ziel versteuerte sich der Radstar und machte einen kleinen Abstecher neben die Fahrbahn. Pogacar konnte das Malheur aber schnell ausbessern. Zusammen mit Mas ging es dann auf die Zielgerade.
Start-Ziel-Sieg wie Rominger?
Damit baute der fünfmalige Tour-de-France-Sieger seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf den nun zweitplatzierten Mas auf 3:34 Minuten aus. Pogacar könnte als erster Radprofi seit Tony Rominger 1994 einen Start-Ziel-Sieg bei der Vuelta feiern.
Von den drei Grand Tours fehlt Pogacar noch ein Gesamtsieg bei der Spanien-Rundfahrt. 2019 hatte er als 19-Jähriger letztmals an der Vuelta teilgenommen und schon damals drei Etappen gewonnen.
Drei Etappensiege hat Pogacar nun auch schon wieder auf dem Konto, nachdem er bereits das Einzelzeitfahren in Monaco und die Bergetappe nach Andorra gewonnen hatte.
Dabei hatte eine größere Ausreißergruppe zwischendurch einen komfortablen Vorsprung von mehreren Minuten herausgefahren. Am vorletzten Berg schickte Pogacar aber schon seine Helfer nach vorn, den Rest erledigte der 27-Jährige selbst. Zwar konnte Mas wieder zu Pogacar aufschließen, im Sprint war der Spanier aber chancenlos.
Am Freitag könnte Pogacar bereits den nächsten Sieg einfahren. Auf der siebten Etappe über 149,8 Kilometer von Vall d’Alba nach Aramon Valdelinares wartet am Ende eine Bergankunft der ersten Kategorie.
