
Der Rüstungskonzern Rheinmetall will in Nordhessen mehr als 1000 neue Arbeitsplätze schaffen. In den nächsten Jahren werde das Unternehmen mehr als 250 Millionen Euro in sein Werk in Kassel und am Flughafen im benachbarten Calden investieren, sagte Konzernchef Armin Papperger am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein (CDU). An dem Regionalflughafen plant Rheinmetall die Errichtung eines Drohnen-Testzentrums und eines Logistikzentrums.
Am Flughafen in Calden sollen nach Angaben des Unternehmens mindestens 130 Arbeitsplätze entstehen, möglicherweise sogar rund 200. Die Zahl der Beschäftigten am Standort Kassel solle bis 2029 von derzeit 2200 auf 3000 steigen. Konzernchef Papperger hält für die Zukunft für beide Standorte zusammen sogar eine „Größenordnung von 3500 Mitarbeitern“ für möglich.
Ministerpräsident Rhein sagte, das Land Hessen unterstütze die Investitionen in den „Defence Hub Nordhessen“ mit 25 Millionen Euro – insgesamt werden also rund 270 Millionen Euro fließen. Die Pläne von Rheinmetall würden den Verteidigungsstandort Nordhessen „auf ein neues Level heben“.
Der hessische Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) sagte, eine bessere Ausrüstung der Bundeswehr diene „unserer Freiheit und Sicherheit und ist das Versprechen, dass wir morgen auch noch in Freiheit und Sicherheit leben können“. Mit Blick auf den Anstieg der Verteidigungsausgaben fügte er hinzu: „Es ist eine Frage der Vernunft, dass wir die Milliarden, die jetzt ausgegeben werden müssen, in unserem Land halten.“
