Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Nepal werden nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens acht Deutsche vermisst. Sie gehörten zu Hunderten ausländischen Reisenden, von denen nach den Schlamm- und Gerölllawinen in Nepal und der chinesischen Region Tibet jede Spur fehle, teilte die nepalesische Tourismusbehörde mit.
Insgesamt gelten in Nepal den Angaben zufolge 476 Ausländer aus 29 Ländern als vermisst. Die meisten von ihnen stammen aus dem Nachbarland Indien mit 177 Vermissten, gefolgt von den USA mit 63 und der Ukraine mit 53. Auch zahlreiche Bürger unter anderem aus Australien, Großbritannien, Kanada, Südkorea und Malaysia gelten als unauffindbar.
In Tibet beläuft sich die Zahl der vermissten Ausländer nach Angaben des chinesischen Staatsfernsehens CCTV auf 260. Zu deren Nationalitäten lagen zunächst keine genauen Informationen vor. Insgesamt werden fast 1.500 Menschen vermisst. Etwa die Hälfte davon sind den Behörden zufolge Ausländer. Bislang wurden mindestens 165 Tote geborgen.
Eine riesige Sturzflut war am Mittwoch mehr als 160 Kilometer
weit durch Nepal gerast und hatte ganze Ortschaften zerstört. Ursache
war nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS vermutlich ein
Gletscherabbruch.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
