
Erwärmt sich die Erde womöglich doch schneller als erwartet? Vor ein paar Wochen noch sah es nach Entwarnung aus. Klimawandelskeptiker und -politiker hatten eine wichtige Veröffentlichung führender Klimamodellierer voreilig so ausgelegt, dass der Weltklimarat IPCC das seit Jahrzehnten in Klimamodellen berücksichtigte Worst-Case-Emissionsszenario bereits gestrichen habe. Dem ist bis heute nicht so. Der wahre Grund für die Überarbeitung der Emissionsszenarien waren vor allem technische und klimapolitische Fortschritte in jüngerer Zeit. Tatsächlich spielte die mit diesem RCP8.5-Szenario simulierte maximale Erwärmung in der praktischen Klimapolitik schon länger eine untergeordnete Rolle. Auch ohne diese schlimmsten Annahmen für die künftigen Emissionen steuert die Erderwärmung global gesehen auf drei Grad bis zum Jahrhundertende zu.
Nun dämpft eine weitere Modellstudie von Schweizer und deutschen Forschern etwaige Hoffnungen, dass die Klimaprojektionen weiter nach unten korrigiert werden könnten. In “Earth’s Future”, einem Journal der US-amerikanischen Geophysikalischen Union, berichtet die Meteorologen-Gruppe der ETH Zürich und der Universität Leipzig über Untersuchungen zur sogenannten transienten Klimareaktion (TCR). Sie spricht eher für eine Korrektur der Temperaturprognosen nach oben.
Wörtlich heißt es in der Studie: Die Klimamodelle könnten ein Update gebrauchen, “weil Modelle mit einer schnelleren Erwämung in der Tat die wahrscheinlicheren sind”.
TCR ist ein entscheidender Wert bei der Klimamodellierung und in Klimaprognosen. Ähnlich wie die Klimasensitivität (ECS) gibt er die kalukulierte globale Erwärmung bei einer Verdoppelung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre an. Allerdings handelt es sich bei TCR um den für die Klimapolitik relevanteren Wert, weil er die sofortige Erwärmung angibt, während die Klimasensitivität die zeitlich verzögerte Temperatur angibt, die eintritt, sobald das Erdsystem nach der CO2-Veroppelung in ein neues Gleichgewicht eingependelt ist. Die Korrekturen des TCR nach oben auf 1,9 bis 2,6 Grad ergibt sich nach den Berechnungen vor allem durch die Berücksichtung von Satellitendaten, die erst seit 24 Jahren zur Verfügung stehen: Der Ceres-Satellit der Nasa misst das Energie-Ungleichgewicht der Erde, kurz EEI. Sie gibt an, wie viel Energie (als Strahlung) die Erde aufnimmt und abgibt.
Tatsöchlich haben mehrere Studien im vergangenen Jahr gezeigt, dass das Energieungleichgewicht sich zuletzt immer stärker zugunsten einer irdischen Aufheizung verschoben hat. Zudem lässt sich jetzt offensichtlich zeigen, dass die natürliche Variabilität, die in die früheren, niedrigeren TCR-Werte eingegangen war, überschätzt wurde. Mit anderen Worten: Die klimaschädlichen Gase heizen die Atmosphäre und damit den ganzen Planeten stärker auf als in den bisherigen Klimamodellen simuliert. Was das konkret bedeutet? Eine Beschleunigung des Klimawandels wird bei ungebremsten Emissionen noch wahrscheinlicher. Oder wie die Forscher schreiben: “Die Revision der TCR-Bandbreite nach oben dürfte auch Konsequenzen für die Klimapolitik haben.”
Nun dämpft eine weitere Modellstudie von Schweizer und deutschen Forschern etwaige Hoffnungen, dass die Klimaprojektionen weiter nach unten korrigiert werden könnten. In “Earth’s Future”, einem Journal der US-amerikanischen Geophysikalischen Union, berichtet die Meteorologen-Gruppe der ETH Zürich und der Universität Leipzig über Untersuchungen zur sogenannten transienten Klimareaktion (TCR). Sie spricht eher für eine Korrektur der Temperaturprognosen nach oben.
Wörtlich heißt es in der Studie: Die Klimamodelle könnten ein Update gebrauchen, “weil Modelle mit einer schnelleren Erwämung in der Tat die wahrscheinlicheren sind”.
TCR ist ein entscheidender Wert bei der Klimamodellierung und in Klimaprognosen. Ähnlich wie die Klimasensitivität (ECS) gibt er die kalukulierte globale Erwärmung bei einer Verdoppelung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre an. Allerdings handelt es sich bei TCR um den für die Klimapolitik relevanteren Wert, weil er die sofortige Erwärmung angibt, während die Klimasensitivität die zeitlich verzögerte Temperatur angibt, die eintritt, sobald das Erdsystem nach der CO2-Veroppelung in ein neues Gleichgewicht eingependelt ist. Die Korrekturen des TCR nach oben auf 1,9 bis 2,6 Grad ergibt sich nach den Berechnungen vor allem durch die Berücksichtung von Satellitendaten, die erst seit 24 Jahren zur Verfügung stehen: Der Ceres-Satellit der Nasa misst das Energie-Ungleichgewicht der Erde, kurz EEI. Sie gibt an, wie viel Energie (als Strahlung) die Erde aufnimmt und abgibt.
Tatsöchlich haben mehrere Studien im vergangenen Jahr gezeigt, dass das Energieungleichgewicht sich zuletzt immer stärker zugunsten einer irdischen Aufheizung verschoben hat. Zudem lässt sich jetzt offensichtlich zeigen, dass die natürliche Variabilität, die in die früheren, niedrigeren TCR-Werte eingegangen war, überschätzt wurde. Mit anderen Worten: Die klimaschädlichen Gase heizen die Atmosphäre und damit den ganzen Planeten stärker auf als in den bisherigen Klimamodellen simuliert. Was das konkret bedeutet? Eine Beschleunigung des Klimawandels wird bei ungebremsten Emissionen noch wahrscheinlicher. Oder wie die Forscher schreiben: “Die Revision der TCR-Bandbreite nach oben dürfte auch Konsequenzen für die Klimapolitik haben.”
