Die spanische Regierung will nach der Ankunft Tausender Migranten aus Marokko Ende Juli ihre Rückführung aus der Exklave Ceuta beschleunigen. Dazu habe das Kabinett die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle unter Leitung von Territorialminister Ángel Víctor Torres beschlossen, sagte Regierungssprecherin Elma Saiz. Ziel sei eine schnelle Abschiebung von Migranten ohne Aussichten in Spanien.

Die Stelle soll dem Kabinett zufolge die Zusammenarbeit der staatlichen Behörden und der Verwaltung Ceutas enger koordinieren. Die auf Ceuta verbliebenen Migranten müssten identifiziert und ihr Anspruch auf Asyl oder anderweitigen internationalen Schutz geprüft werden. Priorität habe die »Rückkehr und Rückführung der größtmöglichen Zahl von Menschen, Erwachsenen und Minderjährigen« ohne Schutzanspruch, sagte Torres. Dabei müssten die Rechtsordnung und die Menschenrechte eingehalten werden. Unbegleitete Minderjährige unterliegen etwa besonderen Schutzvorschriften, von diesen blieben Medienberichten zufolge besonders viele in Ceuta zurück.

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