
Das Geschäft mit Immobilienfinanzierungen und besonders bei Gewerbeobjekten hat zuletzt angezogen. Die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) zusammengeschlossenen Institute vergaben im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr Immobiliendarlehen als im Vorjahreszeitraum. Die Zusagen legten um 8,5 Prozent auf 80,4 Milliarden Euro zu, wie der Verband am Montag mitteilte.
Der Löwenanteil entfiel dabei auf Wohnimmobiliendarlehen: Ihr Volumen belief sich im ersten Halbjahr auf 50,1 Milliarden Euro, ein Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Eine weit stärkere Wachstumsrate in Höhe von 14,3 Prozent wiesen Gewerbeimmobiliendarlehen auf: Ihr Volumen summierte sich von Januar bis Juni 2026 auf 30,3 Milliarden Euro.
Der Zuwachs speiste sich von Januar bis Juni vor allem aus der Entwicklung bei Finanzierungen für Handelsgebäude, die im Jahresvergleich um 40,6 Prozent auf 9,0 Milliarden Euro anstiegen. Die Wachstumsraten bei der Darlehensvergabe für Büroobjekte (14,8 Milliarden Euro) und für Hotels (2,4 Milliarden Euro) betrugen 9,6 beziehungsweise 9,1 Prozent. Das Neugeschäft bei Industriegebäuden (0,5 Milliarden Euro) und bei sonstigen gewerblich genutzten Objekten (3,6 Milliarden Euro) war dagegen rückläufig im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025.
„Das Immobilienfinanzierungsneugeschäft der Pfandbriefbanken weist für das erste Halbjahr 2026 Zuwächse auf, die Entwicklung in diesem Geschäftsfeld verläuft solide“, sagte Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes. Die Darlehensvergabe liege jedoch weiterhin deutlich unterhalb der Volumina, die vor der Zinswende erreicht worden seien.
Für das zweite Halbjahr 2026 rechnet er unter den gegebenen Rahmenbedingungen allenfalls mit leichten Anstiegen des Neugeschäfts. Es sei davon auszugehen, dass sich die geopolitischen Unsicherheiten, die Konjunkturschwäche und die weiter angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt auch dämpfend auf die Immobilienfinanzierung auswirkten.
