
Das Kinojahr 2026 könnte sich nach Einschätzung der Filmförderungsanstalt (FFA) zum stärksten seit der Pandemie entwickeln. Im ersten Halbjahr wurden rund 47,5 Millionen Eintrittskarten verkauft und rund 502,2 Millionen Euro Umsatz gemacht, wie die FFA in Berlin mitteilte. Das waren fast sieben Millionen Kinokarten mehr als im Vorjahreszeitraum (+16,9 Prozent). Der Umsatz stieg um fast 100 Millionen Euro (+24,5 Prozent).
Die erste Jahreshälfte habe den Kinos das beste Ergebnis seit der Corona-Pandemie beschert, so die FFA. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2019 wurden zwar immer noch rund sechs Millionen Eintrittskarten weniger verkauft. Der Umsatz sei aber leicht um neun Prozent gestiegen. Dies dürfte auch mit gestiegenen Eintrittspreisen zusammenhängen. Die Branche schaue mit großer Zuversicht auf die kommenden Monate, sagte FFA-Vorstand Peter Dinges.
Nach Einschätzung der FFA könnten bis zum Jahresende insgesamt rund 100 Millionen Tickets verkauft werden, insbesondere die Kinostarts von „Spider-Man: Brand New Day“ und Christopher Nolans „Die Odyssee“ lockten viele Menschen ins Kino. In englischsprachigen Medien kursieren für den Erfolg der Blockbuster Wortschöpfungen wie „Spodyssey“. Zum Vergleich: 2019 waren rund 119 Millionen Karten an Kinokassen gelöst worden.
Die meisten Menschen gingen im ersten Halbjahr 2026 ins Kino, um den Animationsfilm „Der Super Mario Galaxy Film“ zu sehen – rund 3,7 Millionen Tickets wurden verkauft. Dahinter folgt das Michael Jackson-Biopic „Michael“ mit etwa 2,8 Millionen gelösten Karten. Auf dem dritten Platz landet die Fortsetzung des Films „Der Teufel trägt Prada 2“ (rund 2,6 Millionen Tickets). Hinter der Fortsetzung „Avatar: Fire and Ash“ (rund 2,5 Millionen Tickets) schafft es mit „Extrawurst“ ein deutscher Film unter die besten fünf Filme. Fast zwei Millionen Menschen sahen die Komödie mit Hape Kerkeling.
