Berlin hat sich seit dem Mauerfall dreimal neu erfunden, nur den Parteien dort ist die Wilmersdorfer Witwenhaftigkeit der Achtzigerjahre nicht auszutreiben. Angesichts dieses beklagenswerten Zustands sieht man sich als mündiger Bürger bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl stets mit der schier unbeantwortbaren Frage konfrontiert, wem man denn nun seine Stimmen geben soll. Am 20. September ist es wieder so weit. Da »Hauptsache, nicht AfD« zwar eine notwendige, aber noch keine hinreichende Entscheidung ist, bleiben, auf den ersten Blick zumindest, noch die Optionen »kleinstes Übel«, »der/die unberlinerischste Spitzenkandidat/-in« und »kreativstes Wahlplakat«.